Es gibt zwei Arten von Autokäufern. Die Einen wollen ein Auto als Status-Symbol und die Anderen kümmern sich mehr um Leistung als um das Design. Es gibt allerdings Menschen, denen ist die Optik des Autos völlig egal. Doch die Frage bleibt: Wer kauft sowas und vor allem, warum? Die nachfolgende Liste zeigt die 50 hässlichsten Autodesigns der Automobilgeschichte, weit weg von ästhetisch oder Style. Was sich die Designer dabei wohl dachten bleibt uns für immer ein Rätsel. Doch entscheidet selbst ob diese Autos den Titel “Hässlichste Autos” zu Recht tragen oder nicht. Denn Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters.
2004 Covini C6W
400 Pferdestärken mag zunächst als viel und vor allem beeindruckend klingen, doch stellt sich die Frage, ob man so viel PS im normalen Straßenverkehr überhaupt braucht. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Optik. Es wirkt ein wenig wie ein Auto aus einer Kinder-Zeichentrickserie aus den 90er Jahren. Der Covini C6W wurde inspiriert von dem Tyrrell P34 von 1976. Die zusätzlichen Räder sind quasi die “Stützräder”, denn bei so viel PS ist es schwer die Straßenlage auszubalancieren und zu Bremsen.

2004 Covini C6W
Marcos Mantis
Der britische Autohersteller “Marcos” ist nicht vielen bekannt. Dies liegt vermutlich daran, dass “Marcos” eher gegen den aktuellen Zeitgeist und Trends geht. Das mag zwar nicht per se negativ sein, doch bei dem Marcos Mantis hat er etwas übertrieben. 1968 war er ein ganzes Jahr lang auf dem Markt und man fragt sich wirklich wie das möglich war. Das Design im Gesamten, vor allem die Motorhaube wirkt wie aus einer misslungenen Kinderzeichnung.

Marcos Mantis
Troll Sportcoupé
Man kann mit Sicherheit sagen, dass die Ingenieure des Sportcoupé von Troll od Bilindustri mutig waren. Die norwegischen Autobauer brachten in den 50er Jahren fünf bis sechs Exemplare auf den Markt. Damals wollte man das avantgardische Material Glasfaser zu einer leichten Karosserie verarbeiten. Der Sportcoupé wurde somit auch beworben, rostfrei zu sein. Er blieb zwar rostfrei, doch beim Design hätten sich die Ingenieure durchaus etwas mehr Mühe geben können. Vielleicht waren die 50er aber auch nicht so wählerisch was Design betraf.

Troll Sportcoupé
Hyundai Tiburon
Der Hyundai Tiburo war nicht der Schönste Hyundai muss man sagen. Tiburon ist spanisch und heißt “Hai”. Bei genauem Hinsehen, kann man auch die Idee dahinter sehen. Es ist nicht klar, ob die langgezogene Motorhaube auf den Hai hindeuten soll oder ist es doch die PS-Zahl? Knautschzone bietet der Tiburon immerhin. Er ist nicht der Hässlichste, aber auch nicht der Schönste. Interessanterweise bekam dieses Modell in jedem Land einen anderen Namen.

Hyundai Tiburon
Stutz Blackhawk
Dem Stutz Blackhawk sieht man direkt die Herkunft an. Ganze sechs Meter ist er lang und wurde das erste Mal 1972 produziert. Für die damalige Zeit war der Blackhawk viel zu teuer, wenn man gewisse Makel in Betracht zieht wie zum Beispiel die Ausstattung. So hässlich finden wir ihn übrigens gar nicht und auch Elvis Presley liebte die Blackhawk. Wer auch gerne einen Wagen wie Elvis hätte, der greift am besten tief in die Tasche, denn aktuell kostete der Stutz Blackhawk 120.000 Dollar.

Stutz Blackhawk
PT Cruiser
Man muss zugeben, der PT Cruiser war durchaus eine Zeit lang beliebt. Kaum zu glauben bei dem Design. 2001 landete er sogar auf der Car-and-Driver Liste unter den besten Zehn. Normalerweise kennt man Chrysler für gut durchdachte und moderne Designs. Was die Ingenieuere sich allerdings beim PT Cruiser gedacht haben, bleibt uns ein Rätsel. Ganze zehn Jahre lang lief das Modell vom Band und erfreute sich großer Begeisterung. Naja, wer es mag…

PT Cruiser
Brubaker Box
Ok, für dieses Design gibt es wirklich keine plausible Erklärung. Optisch erinnert er eher an eine Kinderzeichnung aus dem Kindergarten statt an ein professionelles Design. Der Name verrät bereits die Optik . Brubaker wurde durch den VW-Minibus inspiriert. Die Basis des Fahrgestells bildete der VW-Käfer und es gab auch nur eine Tür zum Schieben. Die Stoßstangen bestanden aus Holz und es wurden genau drei Exemplare gefertigt. Es scheint, dass Brubaker selbst merkte, dass sein Design ein Schuss in den Ofen war.

Brubaker Box
Reliant Robin
Das Einparken dürfte mit dem Reliant Robin wirklich kein Problem sein. Die etwas seltsam, spitz zulaufende Form lässt zahlreiche Fragen offen. Das Model von 1973 macht wirklich keinen stabilen Eindruck. Keine Knautschzone und irgendwie traut man sich gar nicht den Wagen voll zu beladen. Das Glasfaser-Modell ist wirklich eines der unpraktischsten Fahrzeuge dieser Auflistung. Zu gerne wüsste wir, wer auf die Idee kam, dieses Auto auf den Markt zu bringen.

Reliant Robin
2010 Veritas RS III
Über einige Comebacks kann man sich freuen. Es gibt aber auch Comebacks, die hätte man besser sein lassen. Sechzig Jahre lang produzierte die Vermot AG keinen Wagen. Natürlich tat sich in der Zwischenzeit einiges in Sachen Design und auch die Technik ist fortgeschritten. Vielleicht hatte Vermot AG von diesen Veränderungen eine etwas andere Vorstellung. Nur so kann man sich das comic-ähnliche Gefährt erklären. Da meinten es die Designer doch etwas zu gut mit futuristischem Design.

2010 Veritas RS III
Nissan Cube
Man muss zugeben, vielen Autoherstellern gehen die Ideen für neue Designs schnell aus. Man kann es nachvollziehen, es gab alles schließlich bereits schonmal. Funktionalität bedeutet aber nicht gleich würfelförmig. Der Nissan Cube wurde 1998 produziert und noch immer sieht man ihn vereinzelt auf den Straßen. Es mag zwar Leute geben, die schwören auf den Würfel von Nissan. Das einzig Positive ist, dass der Nissan Cube genau das ist, was er auch vorgibt zu sein. Wenigstens etwas.

Nissan Cube
Weber Sportauto aka ‘Faster One’
Wenn die Schweiz für etwas berühmt ist, dann für Schokolade, Swatch-Uhren und Käse. Weber, der schweizer Automobilhersteller, wagte sich an einen Sportwagen und versagte designtechnisch auf ganzer Linie. Der Sportwagen sollte den “Veyron” in PS überholen, doch auch dieser Versuch mislang. Der Name “Fast One” änderte nichts an der Tatsache. Für einen Sportwagen, war er auch im Design nicht sonderlich ansprechend. Irgendwie erinnerte die Optik stark an “Matchbox-Autos” aus unserer Kindheit.

Weber Sportauto aka ‘Faster One’
Panoz Abruzzi ‘Spirit of Le Mans’
Mit dem “Spirit of Le Mans” leistete Panoz Abruzzi nicht seine Bestleistung, doch es geht immer schlimmer. Mit einem unglaublichen Preis von 370.000 Euro ist der Wagen kein Spaß für den kleinen Geldbeutel. Der Ansatz der Designer war zwar gut, doch die Motorhaube lässt viele Fragen aufkommen. Was war die Inspiration für diese Art der Motorhaube? Es wirkt nicht sonderlich ästhetisch und auch nicht modern. Vielleicht ist das auch der Grund, dass der “Spirt of Le Mans” nur 81 Mal hergestellt wurde.

Panoz Abruzzi ‘Spirit of Le Mans’
Citroën Ami
Wo fäng man am Besten an? Der Citroën Ami wurde 1961 designed, doch selbst damals gab es so etwas wie Style? Der kleine Franzose wurde als kleine Limousine vorgestellt und bestach mit ungewöhnlicher Heckoptik. Man ist eigentlich besseres Design aus den 60ern gewohnt, man wundert sich also was sich Citroën dabei gedacht hatte. Im März wurde er dann vom Ami 8 abgelöst. Ein Glück, denn der Ami war wirklich optisch eine Zumutung.

Citroën Ami
Fiat Multipla
Fiat, was war da nur los? Es ist schwierig für den Fiat Multipla die richtigen Worte zu finden. Es ist wahrlich ein Rätsel, was sich die Designer mit dem Multipla dachten und vor allem was die kleine “Wulst” über der Motorhaube soll. Auch der Rest des Autos ist eher Geschmackssache. Das Kastenformat war zwar damals “In” aber der Multipla war wirklich nicht jedermanns Geschmack. Echt Fiat-Fans hielt aber auch das nicht davon ab sich in den Multipla zu setzen.

Fiat Multipla
Aurora
Alfredo Juliano war ein katholischer Prieser, welcher in den 50er Jahren das sicherste Auto der Welt enworfen, entwickelt und gebaut hat. All das ganz allein. Ok, Schönheit war wohl nicht seine Stärke und so gilt der Aurora Safety Car als eines der unförmigsten Fahrzeuge aller Zeiten. Die gerundete Schaufelform am Bug gehört zu de vielen Sicherheitsdetails am Auto, doch ästhetisch ist dies sicher nicht. Die Mulde sollte, im Falle einer Kollision, den Fußgänger sanft in die Höhe “werfen” und so schlimmere Verletzungen vermeiden. Kreativ war der Gute auf jeden Fall.

Aurora
2011 Nissan Leaf
Der Nissan Leaf steht für “Leading Environmentally-friendly Affordable Family (car)”. Öko ist schon längst nicht mehr hässlich und altbacken, sondern es gibt mittlerweile genügend Autos, die auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit setzen. Die Designer des Leaf scheinen dies allerdings vergessen zu haben. Bei dem Design des Modells von 2011 scheinten sie sich nicht sonderlich viel Mühe gegeben zu haben. Hoffentlich sehen die nachhaltigen Modelle in Zukunft besser und moderner aus als der Leaf.

2011 Nissan Leaf
1973 Austin Allegro
Die 70er sind für so Einiges bekannt. Ungewöhnliche Designs ist eines dieser Dinge. Der Austin Allegro verkörperte die 70er Jahre nahezu perfekt. Runde Formen und kleines Format, so erfreute sich der Wagen großer Beliebtheit unter der jüngeren Generation. Interne Probleme beim britischen Autobauer British Leyland, sorgten dafür, dass nur halb so viele Wagen verkauft wurden wie geplant. Durch die bekannten Mängel, sank auch die Nachffrage nach dem Allegro und so lag die Produktion 1975 bei etwa 2000 Stück pro Woche.

1973 Austin Allegro
1959 Ford Anglia
Wer auf kantige Formen steht ist mit dem Ford Anglia von 1959 bestens bedient. Ford wollte mit dem Anglia beweisen, dass man sowohl runde Formen und Kurven mit Kantigem verbinden kann und es noch immer gut aussieht. Das Design ist nicht das Schlimmste, dennoch etwas gewöhnungsbedürftig. Kleine Details wie die “Liddeckel” über den Frontscheinwerfern machen das Modell noch charmanter. Man hat von Ford bereits schlimmere Modelle gesehen, daher ist dieses gar nicht mal so übel.

1959 Ford Anglia
1990 Chrysler Imperial
Chrysler hat schon viele stilvolle und geschmackvolle Modelle herausgebracht. Was sich die Designer allerdings beim Imperial dachten, ist uns nicht wirklich klar. Die viel zu lange Motorhaube und das kürzere Heck wirken unproportional und überhaupt nicht im typischen Stil von Chrysler. Der gute alte Autobauer aus den USA hat bereits seit 1955 den Imperial als eigene Marke im Chrysler-Konzern und damit gehört der Imperial zur größen und luxuriösesten Chrysler-Baureihe. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten.

1990 Chrysler Imperial
1974 Ford Granada
An Oldie but a goldie. Der 1975 Ford Granada ist Geschmackssache und typisch amerikanisch im Aussehen. Die damals populäre rechteckige, kantige Form wurde beim Granada perfektioniert. Der etwas protzige Kühlergrill und die Scheinwefer – alles harmoniert mit dem kantigen Format. Die amerikanischen Automobilhersteller produzierten den Ford Granada in zwei Generationen, 1974 und 1982. Das Design ist dennoch ein Klassiker für die damalige Zeit und fand großen Zuspruch bei damaligen und heutigen Ford-Fans.

1974 Ford Granada
1957 Trabant
Was wäre die Liste der hässlichsten Autos, ohne einen Trabi? Der Trabant von 1957 gehörte ins alltägliche Straßenbild der damaligen DDR. Warum das Auto allerdings überhaupt so unschön gebaut wurde und vor allem, warum die verarbeiteten Materialien als auch die Technik wirklich sehr grenzwertig waren, ist ein Rätsel. Die DDR hatte damals vor allem sportlerisch Erfolge, warum also den “Ruf” ruinieren und als Nationalwagen den Trabanten wählen? Ein Glück, dass das Modell heute von der Straße verbannt ist.

1957 Trabant
1996 Suzuki X90
Gäbe es einen Preis für das skurrilste Autodesign, so würde der 1996 Suzuki X90 gewinnen. Was sich die Japaner dabei gedacht haben ist uns wirklich ein Rätsel. Der X90 ist weder schnittig noch modern und sieht zudem auch noch sehr unbequem aus. Man findet sicherlich relativ leicht einen Parkplatz mit diesem Suzuki-Modell, doch einen Schönheitspreis bekommt man sicherlich nicht. Das Design ist einfach nicht von dieser Welt und somit ist es auch kein Wunder, dass dieses Modell nicht mehr gebaut wird.

1996 Suzuki X90
1973 Oldsmobile Omega
Der Oldsmobile Omega war ein Mittelklasse-Wagen, welcher in zwei Auflagen von der amerikanischen Marke “Oldsmobile” produziert wurde. Die erste Auflage von 1973 findet heute nur noch Anklang bei Fans des Oldies. Damals, in den 70er Jahren, war er allerdings ein echter Trendwagen. Typisch für die damalige Zeit sind auch die große Motorhaube und das abgerundete Heck. Das Modell ist mittlerweile ein Klassiker und wirklich alles andere als hässlich oder unförmig.

1973 Oldsmobile Omega
2007 Jeep Compass
Jeep achtet normalerweise streng darauf, sein typisches Profil mit der kantigen Motorhaube auch bei den modernen Modellen beizubehalten. Es wurde einfach zum Markenzeichen von Jeep. Der Compass allerdings sieht allerdings überhaupt nicht typisch nach Jeep aus. Die erste Annahme wäre Japaner gewesen, doch falsch. Das Modell von 2007 verwunderte die Fans mit runden Kurzen und untypischer Motorhaube. Zum Glück hat sich Jeep wieder “gefangen” und die Folgemodelle der typischen Form angepasst.

2007 Jeep Compass
1986 Hyundai Excel
Ein weiteres Relikt aus den 80er Jahren ist der Hyundai Excel und das sieht man ihm auch an. Die zweifarbige Karosserie und das kantige Format waren typisch für die damalige Zeit. Mittlerweile hat der japanische Autobauer bewiesen, dass sie mit der Zeit gehen und so hat sich auch das Design der Nachfolger verbessert. Ein echtes Glück. Der Excel von 1986 sollte wirklich ein Relikt der Vergangenheit und der schrillen 80er bleiben.

1986 Hyundai Excel